Alleinstellungsmerkmale

Nachwuchssicherung

Nachhaltige Personalentwicklungsmaßnahmen setzen bei Rekrutierungs-Strategien an. Das Programm spricht zum einen die nachfolgende Generation an und zielt darauf, die Informationslage über den Arbeitsplatz Kirche zu verbessern und qualifizierte junge Frauen verschiedener Fachrichtungen für den Arbeitsplatz Kirche zu interessieren. Es will so dazu beitragen, die Potentiale von Frauen für die Kirche im professionellen Bereich verstärkt zu erschließen. Es will der Kirche deutschlandweit Zugänge zu Studentinnen und Absolventinnen eröffnen und das Feld der kirchlichen Arbeitsbereiche vorstellen und positiv bewerben.

Stärkenorientierung

Das Projekt zielt zudem darauf, Nachwuchs­kräfte, die bereits beim Arbeitgeber Kirche tätig sind, an zukünftige Führungsaufgaben heranzuführen. Dabei setzt es an den Stärken der Mitarbeiterinnen an. Im Mentoring-Pro­zess erhalten sie individuelles Feed-Back zu ihren fachlichen und persönlichen Kompe­tenzen und werden durch Trainings-Elemen­te gezielt geschult. Im Kontakt mit der Men­torin oder dem Mentor arbeiten sie an ihren Karriere- und Aufstiegszielen und erhalten Einblick in konkrete (neue) Führungsfelder in der katholischen Kirche und die dafür erfor­derlichen Fähigkeiten und Kompetenzen.

Attraktivitätssteigerung

Im Austausch zwischen Mentees und Mento­rinnen bzw. Mentoren werden die jeweiligen Erwartungen zu Erfahrungen mit der Ausge­staltung von Arbeitsplätzen thematisiert. Hier lernen Potentialträgerinnen von berufserfah­renen Führungspersonen. Gleichzeitig kann die Chance genutzt werden, die Erwartungen und Bedarfe der nachfolgenden Generation mit den bestehenden (Führungs-)Arbeitsplät­zen abzugleichen. Das Programm bietet an, Lernfeld für eine attraktive Kooperations- und Kommunikationskultur zu sein. Als Arbeit­geber können sich die kirchlichen Träger mit diesen Vorschlägen auseinandersetzen und entscheiden, welche davon sie in ihre Praxis integrieren und im Sinne eines Attraktivitäts­merkmals kommunizieren wollen.

Vernetzung

Da das Programm diözesenübergreifend anlegt ist, entsteht ein Netzwerk von weibli­chen Potenzialträgerinnen, Führungskräften und Personalverantwortlichen aus den (Erz-) Bistümern. Es bietet die besondere Chance, Frauen aus verschiedenen Regionen und aus verschiedenen Arbeitsfeldern zu vernetzen. Über zentrale Veranstaltungen, auf denen die Tandems aus allen beteiligten Modell-Regi­onen zusammenkommen, werden Beispiele gelungener Praxis verbreitet und Impulse gemeinsam weiterentwickelt. Durch die Zu­sammenarbeit entstehen nicht nur wertvolle Erkenntnisse, sondern auch Vertrauen. Viele Erfahrungen im Umgang mit Netzwerken zeigen, wie wertvoll solche vertrauensbilden­den Maßnahmen sein können. Sie haben oft besonders nachhaltige Wirkungen, da sie den Grundstein legen für kollegiale Beratungen und Nutzung von Synergien durch gezielte Information und Kommunikation.

Nachhaltigkeit

Eine verbesserte Teilhabe von Frauen an Führungspositionen, die Sicherung von qua­lifiziertem Nachwuchs und eine steigende Attraktivität der Kirche als gleichstellungs-orientierte und familienfreundliche Arbeitge­berin wird im Zusammenspiel auch einen Bei­trag dazu leisten, die längerfristige Entwick­lung der katholischen Kirche in Deutschland im 21. Jahrhundert zu befördern. Angesichts der bevorstehenden politischen, sozialen und demographischen Herausforderungen ist dies ein besonderes Desiderat.