Mentoring

Methodischer Ansatz

Vernetzung, strukturelle Förderung und individuelle Mentoring-Beziehungen sind entscheidende Faktoren für den Aufstieg in Führungspositionen, insbesondere für Frauen.

Mentoring ist ein vielfach erprobtes und effektives Instrument einer individuellen Karriereförderung und unternehmerisch nachhaltigen Personalentwicklung.

Mentoring bedeutet Unterstützung, Beratung und Coaching durch Austausch über berufliche und persönliche Erfahrungen. Die Mentorin (oder der Mentor) ist eine beruflich erfahrene Fach- oder Führungskraft; die sog. "Mentee" eine Frau, die sich im professionellen Kontext und persönlich weiter entwickeln möchte.

Mentoring ist ein Prozess. Im Idealfall bedeutet Mentoring Wachsen, Gegenseitigkeit und beiderseitiger Gewinn. Dieser Gewinn ist jedoch nicht materieller Art. Die persönliche Begleitung ermöglicht den Mentees, ihre Potentiale und Begabungen zu entdecken und neue Kompetenzen zu entwickeln. Mentoring hilft ihnen, eigene Ziele zu stecken und passende Wege zu finden, diese Ziele auch zu erreichen.

Die Mentorinnen und Mentoren profitieren von der Möglichkeit, im Austausch eigene Lebensentscheidungen zu reflektieren, das eigene Wissen aus einem neuen Blickwinkel zu betrachten, den eigenen Führungsstil weiterzuentwickeln und sich mit anderen Mentorinnen und Mentoren zu vernetzen. Mentoren und Mentorinnen mit Führungsaufgaben bringen ihre Erfahrungen und Strategien ein, die sie im Umgang mit Hürden und Chancen erworben haben.

Die Stärke und das Profil des vorliegenden Mentoring-Programmes resultieren aus den vier Ansätzen:

Geschlechtersensibel

Im Mentoring-Programm wirken weibliche und männliche Mentoren mit. Das Vorhaben bindet auf der Ebene des Mentorats gezielt Frauen und Männer ein, um so breitere Netzwerke und unterschiedliche Fähigkeiten zu nutzen und Führungspersönlichkeiten beiderlei Geschlechts für das Anliegen zu sensibilisieren.

Sektorenübergreifend

Die Einbeziehung von Mentoren und Mentorinnen aus ganz verschiedenen kirchlichen Sektoren, d.h. nicht allein aus Ordinariaten/Generalvikariaten, sondern darüber hinaus aus den Bereichen Bildung, Medien, Caritas etc., vernetzt Arbeitsfelder und schärft den Blick für den Personalentwicklungs-Auftrag der katholischen Kirche.

Generationenübergreifend

Mit dem Mentoring-Programm werden so­wohl junge als auch ältere und erfahrenere Frauen (und Männer) angesprochen. Dadurch entsteht ein generationenübergreifendes Netzwerk, in das die jeweilige Generation ihre Fragen und Interessen einbringen kann.

Überdiözesan

Das Mentoring-Programm steht allen (Erz-) Bistümern offen. Durch diese Überregionali­tät erhalten die Teilnehmerinnen Einblicke in andere Bistümer und deren Strukturen und Arbeitsweisen. Der überdiözesane Blickwinkel kann gewinnbringend in der eigenen Arbeit eingesetzt werden. Personalentwicklung wird zum gemeinsamen Ziel der Bistümer und ein überregionaler Fachkräfte-Pool entsteht.

Vernetzung

Der Hildegardis-Verein ist Mitglied im Forum Mentoring, dem Bundesverband Mentoring in der Wissenschaft.

 

Zertifiziert

Kirche im Mentoring erhielt das Gütesiegel der Deutschen Gesellschaft für Mentoring.

Zertifikat der Deutschen Gesellschaft für Mentoring